Stressbewältigung
In der heutigen Welt sind wir einer enormen Menge an Stress ausgesetzt. Dies kann zu anhaltender Anspannung und fortwährender Nervosität führen. Es kann sogar Krankheiten verursachen. Jede Person hat unterschiedliche Stressquellen – jede und jeder ist wegen unterschiedlicher Dinge gestresst. Zu den Ursachen können gehören: Angst, Sorge, Anpassungsdruck, bestimmte Traumata aus der Vergangenheit, ein beschleunigter Lebensstil und zu viel Arbeit.
Die Nebenniere produziert bei „Stress“ viel Cortisol (das sogenannte „Stresshormon“). Wenn es uns nicht gelingt, die Stressquellen langfristig zu bewältigen, wird die Nebenniere mit der Zeit geschädigt, „ermüdet“ und kann dann nicht mehr ausreichend Cortisol ausschütten – dann kommt es zu einem Cortisolmangel.
Um das zu verstehen, schauen wir uns ein Beispiel an, was mit Ihrem Körper unter Stress passiert. Stellen Sie sich vor, wir gehen die Straße entlang und werden angegriffen, ausgeraubt. Was passiert in unserem Körper?
Plötzlich steigt Ihre Herzfrequenz, Ihr Blutdruck erhöht sich, Sie schwitzen, Ihre Pupillen weiten sich, Sie konzentrieren sich nur noch auf die unmittelbare Aufgabe, den Angreifer abzuwehren, und die gesamte Energie wird in die Muskeln geleitet – Sie merken, dass Sie viel stärker sind als gewöhnlich. Wir nennen das die „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion, und sie ist in uns zur Überlebenssicherung verankert. Adrenalin erhöht Herzfrequenz und Blutdruck und sorgt dafür, dass mehr Blut in Ihre Muskeln gelangt. Und Cortisol ist dafür verantwortlich, die Muskeln und das Gehirn mit Energie zu versorgen und die Zufuhr von Nährstoffen zu allen geschädigten Zellen zu erhöhen.
Wie Sie sehen, sind Cortisol und Adrenalin für das Überleben unerlässlich, und diese Hormone werden ständig produziert. Vom Moment des Aufwachens an helfen sie uns, den ganzen Tag über energiegeladen und fit zu bleiben. Nach dem Training fühlen wir uns dadurch leistungsfähig und voller Energie.
Dauerstress macht jedoch die Cortisol- und Adrenalinrezeptoren zunehmend unempfindlich, und dann setzt eine Nebennierenermüdung ein – dafür gibt es eine offizielle Bezeichnung: hypothalamisch-hypophysär-adrenale Regulationsstörung.
Es gibt gute Nachrichten: Magnesium spielt in diesem System (Hypothalamus, Hypophyse und Nebenniere) eine Schlüsselrolle, sodass seine Einnahme die Funktion verbessern und beim Stressmanagement helfen kann.
Dies kann dazu beitragen, die Funktion der Nebennieren zu verbessern und Stress zu lindern.
Hauptsymptome einer Nebennierenermüdung:
- Hauptsymptome: ständige Müdigkeit, Antriebslosigkeit
- Schlafstörungen
- Schwierigkeiten beim Aufstehen
- Abhängigkeit von Koffein, Alkohol, Nikotin
- Appetitverlust
- Übelkeit
Um dies zu verhindern, müssen wir neben der Einnahme von Magnesium die Stressquellen in unserem Leben bewältigen. Um Cortisol und Adrenalin auszugleichen, müssen wir die Serotonin- und Dopaminspiegel anregen.
Serotonin (5-HT) ist eines der „Glückshormone“. Wir kennen noch nicht alle Wirkungen dieses Hormons, aber es spielt eine Rolle bei der Regulierung von Stimmung, Appetit, Sexualität, Schlaf, Schmerz und dem Belohnungssystem.
Ein Serotoninmangel wird mit einer Reihe neurologischer Störungen in Verbindung gebracht:
- Depression
- Bipolare Störung
- Fibromyalgie (chronische Schmerzen im ganzen Körper)
- Migräne
- Tinnitus
Serotonin wird vom Körper aus einer Aminosäure namens Tryptophan gebildet. Daher kann die Ergänzung mit Tryptophan und 5-HTP (5-Hydroxytryptophan) den Serotoninspiegel anregen, die Stimmung verbessern und beim Stressmanagement helfen.
Dopamin hat ebenfalls vielfältige Wirkungen, unter anderem spielt es eine Rolle bei Motivation, Gedächtnis, Bewegung und dem Belohnungssystem und damit auch bei der Entwicklung von Abhängigkeiten. Dopaminzellen werden bei der Parkinson-Krankheit zerstört.
Ein aus Cannabis gewonnenes, nicht bewusstseinsveränderndes Mittel, Cannabidiol (CBD), kann bei der Behandlung von Parkinson helfen. Es gibt keinen Konsens darüber, ob CBD auf den Dopaminweg wirkt. Studien haben gezeigt, dass CBD in niedrigen Konzentrationen möglicherweise an Dopamin-sensible Rezeptoren binden kann. Darüber hinaus kann CBD auch an Serotoninrezeptoren binden. Dies kann zu besserer Stimmung beitragen und beim Stressmanagement helfen.
Das Stressmanagement wird auch in hohem Maße von unserem Schlaf beeinflusst. Schlaf ist ein wesentlicher Prozess, damit unser Körper und unser Gehirn richtig funktionieren; während des Schlafs steigt die Serotoninproduktion deutlich an. Hier kommt das „Schlafhormon“ Melatonin ins Spiel, das für das Gefühl von Müdigkeit und das Einleiten des Schlafs verantwortlich ist. Melatonin verbessert außerdem die Schlafqualität und kann daher viele Schlafstörungen verbessern.